Verfasst von: Anne Schwarzer – Unabhängige Ernährungsberaterin für Pferde / 23.03.2026
Heu ist die Basis jeder gesunden Pferdefütterung – doch genau hier entstehen meist die größten Probleme und Missverständnisse.
Zwischen „Heu rund um die Uhr“ und streng abgewogenen Rationen liegt ein schmaler Grad, der über die Gesundheit deines Pferdes entscheidet.
Nicht jede Strategie passt zu jedem Pferd.
Pferde sind evolutionär darauf ausgelegt, fast durchgehend zu fressen. In freier Wildbahn verbringen sie schließlich bis zu 16 Stunden mit der Aufnahme von Futter. Kleine Mengen, kontinuierlich aufgenommen – genau das hält die Verdauung und den Stoffwechsel stabil.
Ein dauerhaftes Angebot an Raufutter kann daher viele Vorteile für dein Pferd haben:
– Der empfindliche, verhältnismäßig kleine Magen wird gleichmäßig gepuffert
– Lange Fresspausen entstehen erst gar nicht
– Das natürliche Verhalten wird unterstützt
– Stress & Langeweile enstehen so erst gar nicht
Auf den ersten Blick scheint also klar – Heu sollte immer verfügbar sein!
Doch genau hier liegt die Herausforderung.
Wenn „zu gut gemeint“ zum Problem wird.
Heu ist oft nährstoffreicher als wir denken. Durch moderne Ernteverfahren und gute Standorte enthält Heu nicht nur Nährstoffe, sondern auch reichlich Energie.
Ein dauerhaftes Überangebot an Energiereichem Heu führt langfristig zu Problemen. Dazu zählen Übergewicht, Stochwechselstörungen, erhöhte Belastung von Gelenken und Organen, sowie das Risiko für EMS oder Hufrehe steigen signifikant an.
Das Problem ist, das unsere Pferde keine „mageren Zeiten“ mehr erleben, wie sie es aus der Natur gewohnt sind und die angesammelten Reserven nicht wieder abgebaut werden können.
Hier möchte ich gerne nochmal auf meinen anderen Blog Beitrag verweisen:
Die andere Seite: Zu wenig Heu ist auch keine Lösung!
Als Gegenreaktion zu 24 Stunden Heu wird häufig stark rationiert. Das Heu wird abgewogen, jede Portion kontrolliert.
Was auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, bringt neue Probleme mit sich.
– Zu kurze Fresszeiten
– Unnatürliche Fresspausen, die das Pferd nicht selber entscheiden kann
– Erhöhte Produktion von Magensäure
– Risiko für Magengeschwüre steigt
– Frust, Stress und ggf. unerwünschtes Verhalten
Der Schlüssel liegt im Gleichgewicht…
Entscheidend ist ein durchdachtes Fütterungskonzept, das mehrere Faktoren berücksichtigt wie z.B. den Energiebedarf deines Pferdes, den Stoffwechseltyp, die Haltungsform + Bewegung, sowie die Heuqualität.
Die perfekte Heufütterung von der Stange gibt es nicht. Ein leichtfuttriges Pferd benötigt ein anderes Management als ein Sportpferd im Training. Das Ziel sollte immer eine ausreichende Fresszeit, eine kontrollierte Energiezufuhr und ein zufriedenes, ausgeglichenes Pferd sein.
Hier sind noch ein paar smarte Strategien für dich:
– Raufutter kombinieren z.B. mit Stroh
– Strukturreiche Beschäftigung fördern mit z.B. Ästen oder Knabberholz
– Fresszeiten verlängern durch z.B. engmaschige Heunetze oder zeitgesteuerte Futtersysteme
– Heuanalyse! Eine Heuanalyse bringt Klarheit und verhindert die oft zu Problemen führende „Blindfütterung“
Wenn du Unterstützung bei der Fütterung möchtest oder dir unsicher bist,
ob dein aktuelles Konzept wirklich passt, lohnt sich ein genauer Blick auf die individuelle Situation deines Pferdes!
Dazu schreibt mich gerne an!
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