Verfasst von: Anne Schwarzer – Unabhängige Ernährungsberaterin für Pferde / 16.03.2026
Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) gehört heute zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen bei Pferden. Hierbei handelt es sich um eine Störung des Zucker- und Fettstoffwechsels.
Besonders betroffen sind hier leichtfuttrige Rassen wie Ponys, Kaltblüter, Haflinger, Fjordpferde etc. aber grundsätzlich kann jedes Pferd an EMS erkranken.
Durch eine dauerhaft energiereiche Fütterung in der Kombination mit zu wenig Bewegung entsteht häufig Übergewicht. Dadurch werden die Körperzellen zunehmend unempfindlich gegenüber Insulin – Insulinresistenz entsteht.
Der Insulinspiegel bleibt im Blut also dauerhaft erhöht, was wiederrum eines der wichtigsten Auslöser für Hufrehe ist und oft in Kombination entsteht.
Das gute ist, dass man EMS mit einer angepassten Fütterung und ausreichender Bewegung gut kontrollieren kann.
Typische Anzeichen für EMS sind u.a.:
– Übergewicht trotz reduzierter Fütterung
– Verminderte Leistungsbereitschaft
– Erhöhter Appetit
– Wiederkehrende oder akuter Hufreheschub
Die Diagnose basiert aber immer auf mehreren Baustellen.
Hierzu zählen z.B. auch Blutuntersuchungen, Krankengeschichte etc. Erst ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren ermöglicht eine genaue tierärztliche Diagnose. Da EMS ein schleichender Prozess ist, ist es wichtig früh eine Diagnose zu erhalten und damit schwere Folgeerkrankungen wie z.B. Hufrehe erst gar nicht entstehen zu lassen.
Das wichtigste Ziel der Fütterung eines EMS – Pferdes:
Ein häufiger Irrtum ist es, dass EMS Pferde „einfach weniger Futter“ erhalten sollen.
Wird z.B. nur die Energie im Futter reduziert, ohne auf die Mineralstoffversorgung zu achten, können schnell Defizite entstehen, die aber u.a. den Stoffwechsel, die Muskelarbeit und das Immunsystem unterstützen.
Besonders darauf zu achten ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium, Zink, Kupfer, Selen und Vitamin E.
Das A und O ist aber eine qualitativ hochwertige und angepasste Versorgung mit Raufutter. Hierbei empfehle ich auf jeden Fall eine umfangreiche Heuanalyse erstellen zu lassen, um festzustellen was das Pferd bereits über sein Raufutter gedeckt hat und was nur noch sinnvoll „ausgefüllt“ werden muss.
Da Raufutter sollte bei EMS Pferden möglichst zuckerarm sein, das Heu kann bei Bedarf auch gewässert werden, um Zucker auszuschwemmen. Mehrere Portionen über den Tag verteilen und die Fresszeiten z.B. über Heunetze oder zeitgesteuerte Raufen verlängern wäre hier meine Empfehlung.
Auf energiereiche Futtermittel, sowie synthetische Inhaltstoffe sollte verzichtet werden um den Stoffwechsel nicht noch unnötig weiter zu belasten. Darunter fallen u.a. Getreide, stärkereiche Müslis, zuckerhaltige Leckerlis, Melassehaltige Futtermittel oder auch energiereiches Weidegras, da diese den Blutzucker- und Insulinspiegel zusätzlich stark ansteigen lassen können.
Meine TOP 5 Grundregeln für ein EMS – Pferd:
Solltet Ihr Fragen zum Beitrag haben, schreibt mir gerne einen Kommentar.
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